Berichte

Ewigkeitssonntag 2022

20/11/2022

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr

20.11.2022

Kerzen am Ewigkeitssonntag in Billwerder

Kerzen am Ewigkeitssonntag in Billwerder 2022

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist der Ewigkeitssonntag oder auch der Totensonntag.


Wir gedenken in unseren Kirchen der Verstorbenen und laden die Angehörigen zum Gottesdienst ein.


Die Namen werden verlesen. Für jede und jeden Verstorbenen wird eine Kerze angezündet.


In diesem Jahr war ich erstmalig in drei Kirchen mit der jeweiligen Gemeinde zum Gottesdienst versammelt.


  • Um 09:30 Uhr in der Dreieinigkeitskirche Allermöhe-Reitbrook.
  • Um 11:00 Uhr in St.Nikolai Moorfleet und
  • Um 15:00 Uhr in St.Nikolai Billwerder.


Es waren viele trauernde Angehörige eingeladen. Viele davon durfte ich bei der Trauerfeier und der Beerdigung begleiten. So ist es auch oft ein Wiedersehen und ein Voneinander-Wissen.


In der Gestaltung des Gottesdienstes und der Predigt stelle ich mich insbesondere darauf ein, dass es große Trauer gibt und viele Gedanken, Erinnerungen und Gefühle noch ganz präsent sind.


Wir mich ging dieser Tag irgendwie komisch los. Ich hatte ein Bauchgrummeln und Durchfall. An Essen und Trinken nicht zu denken. Eher schon auf längere Zeit im WC.


Kein guter Start! Und irgendwie war ich dann auch unkonzentriert. Zumindest am Anfang des Gottesdienstes in der Dreieinigkeitskirche. Das hat sich dann aber schnell gegeben. Einmal hatte ich leider das falsche Lied angesagt. §47 statt 420, so dass ich Volker im Orgelvorspiel unterbrechen musste und wir noch einmal mit der richtigen Liednummer zusammen beginnen konnten.


Das tut mir leid! Aber manchmal lockern solche Fehler eine Situation auch auf. Und in diesem Fall war das, glaube ich, genau so.


Der Gottesdienst war dann sehr stimmungsvoll. Die Namen wurden verlesen, Andrej Pigarew hat die Kerzen entzündet. Und anschließend sind viele nach vorne gekommen, um noch selbst ein Licht zu entzünden.


Dann habe ich mich schnell auf den Weg nach Moorfleet gemacht. Den Talar hatte ich gar nicht erst ausgezogen.


Pünktlich war ich drüben. Und Viktor Weißheim, unser Küster, empfing mich mit den Worten: „Keine Orgelspieler da!“


Oha! Hoffentlich ist Petra nichts passiert! Aber  vielleicht war es auch nur die Gewohnheit. Denn bis jetzt hatten wir immer um 15:00 Uhr den Gottesdienst in Moorfleet, Im Zusammenhang mit der Vakanzvertretung in Billwerder musste das geändert werden. So etwas braucht Zeit.


Also ging ich in die Kirche, begrüßte die Gemeinde noch vor dem Gottesdienst und schilderte die Lage. Was tun?


Mit dem Handy rief ich zuhause an und bat Tanja in die Kirche rüber zu gehen und zu schauen, ob Volker Schübel noch da wäre. Dann könnte sie ihn fragen, ob er nach Moorflkeet kommen könne. Gesagt getan. Die Antwort musste ich abwarten.


Den Gottesdienst wollte ich allerdings pünktlich beginnen. Die ersten drei Lieder hat die Gemeinde dann ganz hervorragend a capella gesungen! Das war eine wunderschöne Erfahrung. Denn das ging wirklich richtig gut! Und es war so ganz anders. Intensiv! Alle haben aufeinander gehört und wir haben uns getraut von den Liedern tatsächlich immer alle Strophen zu singen.


450 „Morgenglanz der Ewigkeit

408 „Hilf, Herr, meines Lebens“

420 „Brich mit den Hungrigen dein Brot“


Danach hat uns Volker dann begleitet. Die Nachricht hatte ich vorher schon von Tanja per WhatsApp bekommen.


Auch diese Störung war eine echte Bereicherung! Der Gottesdienst und die gesamte Aufmerksamkeit war wunderbar!


Viele haben dann eine Kerze mit nach Hause genommen.


Dann eine kurze Pause Zuhause.


Es war tatsächlich die Gewohnheit! Petra war dann nachmittags in Moorfleet. Zwar hatte ich versucht, sie zu erreichen. Leider klappte das nicht. Sie hatte mich dann aus Moorfleet angerufen. Gott sei dank ist nicht passiert!


Dann auf nach Billwerder. Endlich ging alles ohne weitere Zwischenfälle! Auch in Billwerder eine intensive Atmosphäre. Ute hatte erstmal das Kerzenanzünden übernommen. Es ging alles richtig gut!


Gegen 17:00 Uhr war ich dann wieder im Haus und ein langer, intensiver, spontaner und gefüllter Ewigkeitssonntag ging zu Ende!


Danke an alle, die mit vorbereitet und mitgemacht haben. Diese Gemeinschaft war mir sehr hilfreich! So kann das Sein in zwei Gemeinde und drei Kirchen gehen!