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Rom 2019 - Thema 2: Das christliche Rom

‍Einführung:

‍Das ‍Christentum ‍ist ‍schnell ‍- ‍von ‍Anfang ‍an ‍- ‍mit ‍dem ‍Zentrum ‍des ‍Römischen ‍Reiches, ‍mit ‍Rom, ‍verbunden. ‍Der ‍Brief, ‍den ‍der ‍Apostel ‍Paulus ‍an ‍die ‍Gemeinde ‍in ‍Rom ‍geschrieben ‍hatte, ‍stammt ‍wohl ‍aus ‍dem ‍Winter ‍der ‍Jahres ‍54/55. ‍Dieses ‍literarische ‍Zeugnis ‍finden ‍wir ‍mit ‍seinen ‍16 ‍Kapiteln ‍in ‍unserer ‍Bibel.


‍Darin ‍schreibt ‍Paulus ‍am ‍Anfang ‍- ‍Röm.1,7-15:


‍7An ‍alle ‍Geliebten ‍Gottes ‍und ‍berufenen ‍Heiligen ‍in ‍Rom: ‍Gnade ‍sei ‍mit ‍euch ‍und ‍Friede ‍von ‍Gott, ‍unserm ‍Vater, ‍und ‍dem ‍Herrn ‍Jesus ‍Christus!


‍8Zuerst ‍danke ‍ich ‍meinem ‍Gott ‍durch ‍Jesus ‍Christus ‍für ‍euch ‍alle, ‍dass ‍man ‍von ‍eurem ‍Glauben ‍in ‍aller ‍Welt ‍spricht. ‍9Denn ‍Gott ‍ist ‍mein ‍Zeuge, ‍dem ‍ich ‍in ‍meinem ‍Geist ‍diene ‍durch ‍das ‍Evangelium ‍von ‍seinem ‍Sohn, ‍dass ‍ich ‍ohne ‍Unterlass ‍euer ‍gedenke ‍10und ‍allezeit ‍in ‍meinem ‍Gebet ‍flehe, ‍ob ‍sich's ‍wohl ‍einmal ‍fügen ‍möchte ‍durch ‍Gottes ‍Willen, ‍dass ‍ich ‍zu ‍euch ‍komme. ‍11Denn ‍mich ‍verlangt ‍danach, ‍euch ‍zu ‍sehen, ‍damit ‍ich ‍euch ‍etwas ‍mitteile ‍an ‍geistlicher ‍Gabe, ‍um ‍euch ‍zu ‍stärken, ‍12das ‍ist, ‍dass ‍ich ‍zusammen ‍mit ‍euch ‍getröstet ‍werde ‍durch ‍euren ‍und ‍meinen ‍Glauben, ‍den ‍wir ‍miteinander ‍haben.


‍13Ich ‍will ‍euch ‍aber ‍nicht ‍verschweigen, ‍Brüder ‍und ‍Schwestern, ‍dass ‍ich ‍mir ‍oft ‍vorgenommen ‍habe, ‍zu ‍euch ‍zu ‍kommen ‍– ‍wurde ‍aber ‍bisher ‍gehindert ‍–, ‍damit ‍ich ‍auch ‍unter ‍euch ‍Frucht ‍schaffe ‍wie ‍unter ‍andern ‍Heiden. ‍14Griechen ‍und ‍Nichtgriechen, ‍Weisen ‍und ‍Nichtweisen ‍bin ‍ich ‍es ‍schuldig; ‍15darum, ‍soviel ‍an ‍mir ‍liegt, ‍bin ‍ich ‍willens, ‍auch ‍euch ‍in ‍Rom ‍das ‍Evangelium ‍zu ‍predigen.


‍Die ‍christliche ‍Gemeinde ‍in ‍Rom ‍hatte ‍sich ‍Anfangs ‍wohl ‍in ‍der ‍Synagoge ‍als ‍„der ‍neue ‍Weg“ ‍innerhalb ‍des ‍Judentums ‍verstanden. ‍Später ‍trennten ‍sich ‍die ‍Wege ‍von ‍Juden- ‍und ‍Christentum. ‍Dabei ‍war ‍Rom ‍neben ‍Konstantinopel, ‍Alexandrien, ‍Antiochien ‍und ‍Jerusalem ‍von ‍herausragender ‍Bedeutung. ‍„Ab ‍der ‍Spätantike ‍entwickelte ‍sich ‍die ‍Lehre, ‍dass ‍der ‍Bischof ‍von ‍Rom ‍eine ‍Autorität ‍besitzt, ‍die ‍direkt ‍auf ‍den ‍Apostel ‍Petrus ‍zurückgeführt ‍werden ‍kann ‍und ‍die ‍ihn ‍zum ‍Stellvertreter ‍Christi ‍und ‍damit ‍Inhaber ‍des ‍obersten ‍Jurisdiktions-, ‍Lehr- ‍und ‍Hirtenamts ‍in ‍der ‍christlichen ‍Kirche ‍macht.“


‍Geschichtliches: ‍

  • ‍• ‍64 ‍n.Chr. ‍Christenverfolgungen ‍nach ‍dem ‍Brand ‍Roms ‍durch ‍Kaiser ‍Nero
  • ‍• ‍70 ‍n.Chr. ‍Zerstörung ‍Jerusalems ‍und ‍des ‍Tempels ‍durch ‍Titus
  • ‍• ‍81-96 ‍n.Chr. ‍Christenverfolgungen ‍unter ‍Domitian ‍
  • ‍• ‍217-222 ‍n.Chr. ‍Calixt ‍I. ‍beansprucht ‍die ‍Vormachtstellung ‍des ‍Bischofs ‍von ‍Rom
  • ‍• ‍249-251 ‍n.Chr. ‍Christenverfolgungen ‍durch ‍Decius
  • ‍• ‍303-311 ‍n.Chr. ‍Christenverfolgungen ‍durch ‍Diocletian
  • ‍• ‍313 ‍n.Chr. ‍Mailänder ‍Edikt ‍durch ‍Kaiser ‍Konstantin ‍d.G.: ‍Christentum ‍ist ‍im ‍Römischen ‍Reich ‍nicht ‍mehr ‍verboten ‍aber ‍noch ‍nicht ‍Staatsreligion.
  • ‍• ‍380 ‍n.Chr. ‍Gründung ‍der ‍Römisch-Katholischen ‍Reichskirche: ‍Christentum ‍wird ‍Staatsreligion ‍im ‍Römischen ‍Reich.

‍Alle ‍Fotos: ‍(C) ‍Michael ‍Ostendorf


‍Womit ‍beginnt ‍das ‍Christliche ‍Rom?

‍Das ‍christliche ‍Rom ‍wird ‍meist ‍zuerst ‍mit ‍dem ‍Vatikan ‍und ‍dem ‍Petersdom ‍verbunden. ‍Zuallererst ‍sind ‍im ‍Christlichen ‍Rom ‍wohl ‍aber ‍die ‍Katakomben ‍zu ‍nennen. ‍


‍Katakomben:

‍„Die ‍Entstehung ‍der ‍Katakomben ‍in ‍Rom ‍hängt ‍mit ‍der ‍Entwicklung ‍der ‍Begräbniskultur ‍zusammen. ‍Seit ‍dem ‍Zwölftafelgesetz ‍von ‍450 ‍v.Chr. ‍war ‍zwingend ‍geregelt, ‍dass ‍Bestattungen ‍nur ‍außerhalb ‍der ‍Stadtmauern ‍stattfinden ‍durften. ‍In ‍der ‍römischen ‍Antike ‍gab ‍es ‍neben ‍der ‍Erdbestattung ‍auch ‍die ‍aus ‍dem ‍Hellenismus ‍übernommene ‍Feuerbestattung ‍in ‍Urnen. ‍Die ‍ersten ‍christlichen ‍Gemeinden ‍in ‍Rom ‍hielten ‍an ‍der ‍Körperbestattung ‍fest, ‍weil ‍sie ‍das ‍Grab ‍als ‍Stätte ‍der ‍künftigen ‍Auferstehung ‍ansahen. ‍Im ‍1.Jahrhundert ‍hatten ‍die ‍christlichen ‍Gemeindemitglieder ‍ihre ‍Toten ‍noch ‍in ‍den ‍öffentlichen ‍heidnischen ‍Friedhöfen ‍außerhalb ‍der ‍Aurelianischen ‍Stadtmauer ‍beerdigt. ‍Im ‍2.Jahrhundert ‍übernahmen ‍die ‍Christen ‍den ‍jüdischen ‍Brauch, ‍ihre ‍Toten ‍in ‍Katakomben ‍zu ‍bestatten. ‍Bisher ‍sind ‍sechs ‍Jüdische ‍Katakomben ‍(Catacombe ‍Ebraiche) ‍wieder ‍entdeckt ‍worden. ‍Für ‍die ‍unterirdisch ‍angelegten ‍Begräbnisstätten ‍war ‍gesetzlich ‍vorgeschrieben, ‍dass ‍sie ‍die ‍Grenzen ‍des ‍oberirdischen ‍Areals ‍nicht ‍überschreiten ‍durften; ‍deshalb ‍war ‍man ‍gezwungen, ‍die ‍mit ‍Gräbern ‍belegten ‍Gänge ‍in ‍mehreren ‍Etagen ‍übereinander ‍anzulegen, ‍was ‍durch ‍die ‍Beschaffenheit ‍des ‍Tuffgesteins ‍erleichtert ‍wurde.“ ‍(Zitat: ‍Wikipedia)


‍Diese ‍Gänge ‍dienten ‍nicht ‍als ‍geheimes ‍Versteck, ‍wie ‍oft ‍angenommen ‍wurde ‍war. ‍Sie ‍hießen ‍vielmehr ‍„Coemeteria“ ‍(Schlafstätte), ‍weil ‍Christen ‍an ‍die ‍Auferstehung ‍der ‍Toten ‍glauben. ‍Der ‍Tod ‍sei ‍ein ‍kurzer ‍Schlaf ‍des ‍Körpers. ‍Später ‍wurden ‍diese ‍Orte ‍dann ‍als ‍Katakomben ‍bezeichnet. ‍Griechisch: ‍„kata ‍kymbas“ ‍(bei ‍den ‍Grotten). ‍Es ‍gab ‍mehr ‍als ‍60 ‍Katakomben, ‍die ‍sich ‍über ‍175 ‍km ‍Länge ‍auf ‍einer ‍Fläche ‍von ‍300x300m ‍über ‍mehrere ‍Stockwerke ‍erstreckten. ‍5 ‍dieser ‍Katakomben ‍sind ‍heute ‍der ‍Öffentlichkeit ‍zugänglich: ‍Die ‍Kallixtus-Katakomben, ‍die ‍Sebastians-Katakomben, ‍die ‍Domitilla-Katakomben, ‍die ‍Priscilla-Katakomben ‍und ‍die ‍Agnes-Katakomben.


‍Wir ‍werden ‍am ‍ersten ‍Tag ‍die ‍Domitilla ‍Katakomben ‍besichtigen.


‍Kirchen ‍in ‍Rom:

‍In ‍Rom ‍gibt ‍es ‍gegenwärtig ‍über ‍600 ‍Kirchen. ‍Die ‍genaue ‍Zahl ‍steht ‍nicht ‍fest.


‍Lateranbasilika ‍- ‍San ‍Giovanni ‍in ‍Laterano ‍(Zweiter ‍Tag): ‍

‍„Mater ‍et ‍caput“ ‍„‚Mutter ‍und ‍Haupt ‍aller ‍Kirchen ‍der ‍Stadt ‍und ‍des ‍Erdkreises‘ ‍– ‍so ‍steht ‍es ‍noch ‍heute ‍in ‍der ‍Inschrift ‍auf ‍der ‍Fassade ‍der ‍Kirche. ‍Sie ‍ist ‍eine ‍der ‍vier ‍Papstbasiliken ‍und ‍die ‍Kathedrale ‍von ‍Rom. ‍Kaiser ‍Konstantin ‍errichtete ‍diese ‍erste ‍Kirche ‍zwischen ‍313 ‍und ‍324. ‍Bis ‍die ‍Päpste ‍ins ‍Exil ‍nach ‍Avignon ‍gingen, ‍war ‍hier ‍ihr ‍Wohnsitz, ‍erst ‍später ‍siedelten ‍sie ‍sich ‍um ‍die ‍Peterskirche ‍an.

‍Wir ‍werden ‍in ‍dieser ‍Tour ‍nicht ‍nur ‍die ‍Kirche ‍besichtigen, ‍sonder ‍auch ‍die ‍Heilige ‍Stiege ‍und ‍das ‍Baptisterium, ‍die ‍wohl ‍älteste ‍Taufkapelle ‍der ‍Welt, ‍ebenfalls ‍unter ‍Kaiser ‍Konstantin ‍errichtet. ‍Die ‍Heilige ‍Stiege ‍ist ‍eine ‍der ‍fünf ‍Stiegen, ‍die ‍heute ‍zum ‍Sancta ‍Sanctorum, ‍der ‍mittelalterlichen ‍Privatkapelle ‍der ‍Päpste, ‍hinaufführt. ‍Der ‍Überlieferung ‍nach ‍ist ‍es ‍die ‍Treppe ‍aus ‍dem ‍Praetorium ‍in ‍Jerusalem, ‍die ‍Jesus ‍beim ‍Prozess ‍vor ‍Pilatus ‍hinaufstieg.“ ‍(Zitat: ‍Rome-Guide)

  • ‍• ‍Diese ‍Kirche, ‍die ‍erste ‍staatlich ‍sanktionierte ‍der ‍Christenheit, ‍ist ‍die ‍ranghöchste ‍Kirche ‍Roms ‍und ‍der ‍Welt.
  • ‍• ‍Dort ‍findet ‍sich ‍die ‍„Cathedra“ ‍der ‍Thron ‍des ‍Bischofs ‍von ‍Rom.
  • ‍• ‍Die ‍Heilige ‍Stiege ‍(„Scala ‍Santa“) ‍soll ‍326 ‍von ‍der ‍Heiligen ‍Helena ‍nach ‍Rom ‍mitgebracht ‍worden ‍sein.
  • ‍• ‍Bronzeprotale ‍befanden ‍sich ‍frühe ‍in ‍der ‍„Curia“, ‍dem ‍Senatorengebäude ‍am ‍Foro ‍Romano


‍Santa ‍Maria ‍Maggiore ‍(Tipp ‍für ‍die ‍Zeit ‍zur ‍freien ‍Verfügung):

‍„Sie ‍ist ‍die ‍kleinste ‍der ‍vier ‍Papstkirchen, ‍obwohl ‍ihr ‍Name ‍„maggiore“ ‍auf ‍die ‍Größte ‍hindeutet. ‍Sie ‍ist ‍die ‍größte ‍Marienkirche ‍der ‍Stadt. ‍Wie ‍so ‍oft ‍ist ‍auch ‍diese ‍Kirche ‍durch ‍eine ‍Legende ‍erstanden: ‍ein ‍wundersamer ‍Schneefall ‍mitten ‍im ‍Sommer, ‍an ‍den ‍heute ‍noch ‍während ‍der ‍Messe ‍am ‍5. ‍August ‍erinnert ‍wird, ‍indem ‍man ‍weiße ‍Blütenblätter ‍von ‍der ‍Decke ‍rieseln ‍lässt. ‍Sie ‍ist ‍eine ‍der ‍wenigen ‍Kirchen, ‍die ‍seit ‍der ‍Erbauung ‍niemals ‍einem ‍Brand ‍oder ‍Einsturz ‍zum ‍Opfer ‍gefallen ‍ist, ‍und ‍demnach ‍noch ‍heute ‍wunderschöne ‍Kunstwerke ‍aus ‍ihrer ‍Gründerzeit ‍(5. ‍Jh.) ‍besitzt.“ ‍(Zitat: ‍Rome-Guide)


‍Sankt ‍Paul ‍vor ‍den ‍Mauern ‍(Erster ‍Tag): ‍

‍„Der ‍Überlieferung ‍nach ‍wurde ‍der ‍Apostel ‍Paulus ‍in ‍der ‍ersten ‍Welle ‍der ‍Christenverfolgungen ‍unter ‍Kaiser ‍Nero ‍enthauptet ‍(64-67 ‍n. ‍Chr.). ‍Über ‍seinem ‍Grab ‍entstand ‍bald ‍eine ‍kleine ‍Gedenkstätte, ‍unter ‍Konstanin ‍dann ‍eine ‍Basilika. ‍Leider ‍fiel ‍die ‍Kirche ‍1823 ‍einem ‍verheerenden ‍Brand ‍zum ‍Opfer. ‍Großzügige ‍Spenden ‍aus ‍aller ‍Welt ‍ermöglichten ‍den ‍Wiederaufbau ‍in ‍der ‍ursprünglichen ‍Gestalt. ‍80 ‍monolithische ‍Säulen ‍unterteilen ‍die ‍131 ‍m ‍lange ‍Basilika ‍und ‍verschaffen ‍ihr ‍eine ‍einzigartige ‍Atmosphäre. ‍Entlang ‍des ‍Frieses ‍unterhalb ‍der ‍Fenster ‍befinden ‍sich ‍kleine ‍Medaillons ‍mit ‍Mosaiken, ‍auf ‍denen ‍die ‍266 ‍Portraits ‍der ‍Päpste ‍von ‍Petrus ‍bis ‍Franziskus. ‍Man ‍sagt, ‍dass, ‍wenn ‍kein ‍Platz ‍mehr ‍für ‍weitere ‍Portraits ‍bleibt, ‍die ‍Welt ‍unterginge. ‍Sind ‍wirklich ‍nur ‍noch ‍sieben ‍freie ‍Plätze?

‍Für ‍Besinnliche ‍ist ‍der ‍Besuch ‍dieser ‍Kirche ‍ein ‍absolutes ‍Muss!“ ‍(Zitat: ‍Rome-Guide)


‍Santa ‍Maria ‍di ‍Trastevere ‍(Tipp ‍für ‍die ‍Zeit ‍zur ‍freien ‍Verfügung):

‍Die ‍Basilika ‍St. ‍Maria ‍di ‍Trastevere ‍ist ‍eine ‍der ‍ältesten ‍Kirchen ‍Roms ‍aus ‍frühchristlicher ‍Zeit. ‍Im ‍12. ‍Jahrhundert ‍wurde ‍sie ‍umgebaut. ‍Aus ‍dieser ‍Zeit ‍stammen ‍auch ‍der ‍romanische ‍Glockenturm ‍und ‍die ‍Fassade ‍mit ‍den ‍Mosaiken.


‍Santa ‍Maria ‍sopra ‍Minerva ‍(Tipp ‍für ‍die ‍Zeit ‍zur ‍freien ‍Verfügung):

‍Die ‍gotische ‍Kirche ‍St. ‍Maria ‍sopra ‍Minerva ‍wurde ‍im ‍8. ‍Jh. ‍auf ‍den ‍Ruinen ‍des ‍antiken ‍Minerva-Tempels ‍errichtet ‍und ‍enthält ‍bedeutende ‍Kunstwerke. ‍Elefanten-Obelisk.


‍Kirche ‍Trinità ‍dei ‍Monti ‍(Dritter ‍Tag):

‍Die ‍Kirche ‍Trinità ‍dei ‍Monti ‍oberhalb ‍der ‍Piazza ‍di ‍Spagna ‍(Spanische ‍Treppe) ‍wurde ‍zwischen ‍1502 ‍und ‍1587 ‍im ‍Auftrag ‍des ‍französischen ‍Königs ‍Ludwig ‍dem ‍XII. ‍neben ‍einem ‍Kloster ‍gebaut.


‍Pantheon ‍(DritterTag):

‍Das ‍Pantheon ‍war ‍der ‍größte ‍Tempel ‍der ‍Antike ‍und ‍wurde ‍im ‍Jahr ‍609 ‍als ‍christliche ‍Kirche ‍der ‍„Sancta ‍Maria ‍ad ‍Martyres“geweiht. ‍

‍„Das ‍möglicherweise ‍bereits ‍unter ‍Kaiser ‍Trajan ‍um ‍114 ‍n. ‍Chr. ‍begonnene ‍und ‍unter ‍Kaiser ‍Hadrian ‍zwischen ‍125 ‍n. ‍Chr. ‍und ‍128 ‍n. ‍Chr. ‍fertiggestellte ‍Pantheon ‍hatte ‍mehr ‍als ‍1700 ‍Jahre ‍lang, ‍gemessen ‍am ‍Innendurchmesser, ‍die ‍größte ‍Kuppel ‍der ‍Welt ‍und ‍gilt ‍allgemein ‍als ‍eines ‍der ‍am ‍besten ‍erhaltenen ‍Bauwerke ‍der ‍römischen ‍Antike.“ ‍(Zitat: ‍Wikipedia) ‍U.a. ‍ist ‍der ‍Maler ‍Raffael ‍(1483–1520) ‍hier ‍begraben.


‍San ‍Pietro ‍in ‍Vincoli ‍(St. ‍Peter ‍in ‍Ketten ‍- ‍Zweiter ‍Tag):

‍Die ‍Basilika ‍liegt ‍am ‍Esquilin-Hügel. ‍Namensgebend ‍für ‍die ‍Kirche ‍sind ‍die ‍Ketten ‍(lateinisch/italienisch ‍vinculi ‍/ ‍vincoli), ‍die ‍in ‍einem ‍Glasbehälter ‍unter ‍dem ‍Altar ‍aufbewahrt ‍werden. ‍Die ‍Pilger ‍verehren ‍sie ‍als ‍diejenigen, ‍mit ‍denen ‍Petrus ‍in ‍Jerusalem ‍bis ‍zu ‍seiner ‍wunderbaren ‍Befreiung ‍gefesselt ‍war ‍(Apg ‍12,6.7EU), ‍und ‍zugleich ‍als ‍diejenigen, ‍die ‍er ‍im ‍Mamertinischen ‍Kerker ‍in ‍Rom ‍getragen ‍hat. ‍

‍„Bekannt ‍ist ‍die ‍Kirche ‍vor ‍allem ‍durch ‍Michelangelos ‍Grabmal ‍für ‍Papst ‍Julius ‍II. ‍(1503–1513), ‍der ‍zuvor ‍ihr ‍Titelkardinal ‍gewesen ‍ist. ‍Vorgesehen ‍waren ‍ursprünglich ‍etwa ‍40 ‍überlebensgroße ‍Figuren. ‍Den ‍Sockel ‍des ‍Monuments ‍sollten ‍Allegorien ‍der ‍Künste ‍und ‍Wissenschaften ‍sowie ‍Sklaven ‍als ‍Symbole ‍der ‍unterworfenen ‍Provinzen ‍umgeben; ‍darüber ‍waren ‍ursprünglich ‍vier ‍Sitzfiguren ‍um ‍den ‍Sarkophag ‍vorgesehen. ‍1506 ‍ließ ‍Julius ‍II. ‍den ‍Plan ‍fallen, ‍und ‍Michelangelo ‍verließ ‍Rom. ‍1508 ‍kehrte ‍er ‍zurück ‍und ‍begann ‍mit ‍den ‍Deckenfresken ‍der ‍Sixtinischen ‍Kapelle. ‍Als ‍1513 ‍Papst ‍Julius ‍II. ‍starb, ‍widmete ‍sich ‍Michelangelo ‍erneut ‍dem ‍Grabmal. ‍Es ‍entstanden ‍der ‍Gefesselte ‍Sklave ‍und ‍der ‍Sterbende ‍Sklave ‍sowie ‍die ‍zentrale ‍Gestalt ‍des ‍Mose.

‍Die ‍Mosesstatue ‍gilt ‍als ‍eines ‍der ‍wichtigsten ‍Werke ‍Michelangelos. ‍Sie ‍zeigt ‍Mose, ‍der ‍mit ‍den ‍Tafeln ‍der ‍Zehn ‍Gebote ‍vom ‍Berg ‍Sinai ‍zurückkehrt, ‍in ‍dem ‍Moment, ‍als ‍er ‍die ‍Israeliten ‍beim ‍Tanz ‍um ‍das ‍goldene ‍Kalb ‍antrifft. ‍Die ‍Hörner ‍auf ‍seinem ‍Kopf ‍gehen ‍auf ‍einen ‍Übersetzungsfehler ‍zurück: ‍Im ‍hebräischen ‍Urtext, ‍der ‍keine ‍Vokale ‍kennt, ‍steht ‍das ‍Wort ‍„krn“. ‍Als ‍man ‍später ‍darangeht, ‍den ‍Text ‍mit ‍Vokalen ‍zu ‍versehen, ‍setzt ‍man ‍zwei ‍„e“ ‍ein. ‍Aus ‍„krn“ ‍wird ‍„keren“ ‍und ‍das ‍heißt ‍„gehörnt“. ‍Diese ‍Fassung ‍hält ‍sich ‍durch ‍Jahrhunderte ‍und ‍wird ‍so ‍auch ‍in ‍die ‍Vulgata ‍übernommen, ‍aus ‍der ‍Michelangelo ‍sein ‍Wissen ‍bezieht. ‍Durch ‍Vergleich ‍mit ‍anderen ‍Texten ‍erkennt ‍man ‍viel ‍später, ‍dass ‍richtig ‍zwei ‍„a“ ‍ergänzt ‍werden ‍müssen. ‍Das ‍Wort ‍heißt ‍dann ‍„karan“ ‍und ‍bedeutet ‍„glänzend“, ‍und ‍die ‍etwas ‍rätselhafte ‍Bibelstelle ‍bekommt ‍einen ‍anderen, ‍verständlichen ‍Sinn.“ ‍(Zitat: ‍Wikipedia) ‍Ich ‍persönlich ‍halte ‍diese ‍These ‍des ‍Übersetzungsfehlers ‍nicht ‍für ‍überzeugend, ‍denn ‍als ‍Priester ‍JAHWEs ‍kann ‍Mose ‍sehr ‍wohl ‍eine ‍Tiermaske ‍mit ‍Hörnern ‍getragen ‍haben.

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