‍Text: Abschied Spielgruppe „Rasselbande“ am 4.9.2016

‍Was für ein Tag! Trotz Skepsis wegen des Wetters und trotz Grummeln im Bauch wegen des Abschieds der „Rasselbande“ war es ein rundum schöner Tag. Alles war toll vorbereitet. Hüpfburg und Zelte mit Waffeln, Würstchen und Pommes, Bar, Live Musik, Kinderspielen und Schminken draußen. Tombola und Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus. Ein richtig buntes und gut besuchtes Treiben. Und das, obwohl der Artikel über das Gemeindefest in der letzten „Uns Kirch“ irgendwie verloren gegangen war. 


‍Aber los ging es zuerst mit einem Familiengottesdienst und dem Abschied von unserer Spielgruppe - der Rasselbande. Besser: von unseren drei Erzieherinnen, Monika Gladiator, Gisela Koch und Angelika Meyer, die die Rasselbande so viele Jahre gestaltet und so viele Kinder solange begleitet hatten. 


‍Das war für die Kinder und auch für die Gemeinde eine wichtige und gefüllte Zeit. Und es ist wirklich schade, dass verschiedene Umstände wie beispielsweise die Hamburger KiTa-Card dazu geführt hatten, dass die Spielgruppe nicht mehr weiterzuführen gewesen ist. Ich bedaure das sehr! Aber andere Möglichkeiten hatten sich als nicht durchführbar erwiesen. Deshalb hatte es am Ende diese schmerzhafte Entscheidung gegeben. 


‍Für den Familiengottesdienst war das Evangelium des 15. Sonntags nach Trinitatis wie geschaffen: Matthäus 6 „…Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um eueren Leib, was ihr anziehen werdet…Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht sie sammeln nicht in Scheunen und euer himmlischer Vater ernährt sie doch!“ Mir kam wieder das Bild mit dem Kind in den Sinn, das ich ein einem Holzhäuschen am Eichbaumsee fotografiert hatte: Ein kleines Mädchen, das verträumt in eine Pusteblume bläst. Sie sät etwas aus! So ist für mich auch die Arbeit in der Spiele Gruppe gewesen. Es wurde etwas ausgesät. Etwas, das sich dann seinen ganz eigenen Weg sucht, groß und lebendig wird. 


‍Und das geht nicht immer ohne Sorge. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, Frau Gladiator, Frau Koch und Frau Meyer haben sich oft gesorgt. Sie haben Sorge für die Kinder getragen, die ihnen in der Rasselbande anvertraut waren. Und das war ganz schön oft eine echte Rasselbande. Laut, tobend, verspielt, lachend aber auch mal traurig, mit Aua und manchem Problem. 


‍Das gehörte alles wie selbstverständlich dazu. Genauso wie die Rituale, das Vorlesen, das Singen, der Morgenkreis, das Essen das Spielen und das Ausflüge machen, das Basteln und so vieles mehr. Das alles ist gar nicht in wenigen Worten zu beschreiben. 


‍Um so wichtiger war es, danke zu sagen! Danke für die Zeit und die liebevolle Begleitung der Kinder! Das war großartig! Und so haben wir Frau Gladiator, Frau Koch und Frau Meyer gesegnet auf den Weg in das zukünftige Leben gesendet. 


‍Ihnen dreien möchte ich auch an dieser Stelle in Uns Kirch im Namen des Kirchengemeinderates und der ganzen Gemeinde ganz herzlich danken! 


‍Ihr Pastor Michael Ostendorf 


‍Abschied Spielgruppe „Rasselbande“

‍ALLES HAT EINMAL EIN ENDE…….so nun auch die Existenz der mehr als 40 Jahre bestehenden Spielgruppe DIE RASSELBANDE, die bei ihrer Gründung durch Rosemarie Schülke noch gar keinen Namen hatte. Die Erzieherin betreute seinerzeit in ihrer Wohnung in Ochsenwerder nicht nur ihre eigenen, sondern auch eine Handvoll Kinder aus der Umgegend.


‍Pastor Rolf du Maire, der damals in Moorfleet tätig war, bot ihr die leerstehenden Räume im Gemeindehaus an. Frau Schülke selbst sorgte für das Mobiliar, das wir tatsächlich immer noch haben; allerdings durften wir zwischenzeitlich auch mal etwas Neues anschaffen. Viele Kinder kamen in den Genuss in einer vergleichsweise kleinen Gruppe von immer zwei anwesenden Erwachsenen beaufsichtigt zu werden. Unsere Aufsicht bestand auch nicht ausschließlich aus ‚einfach nur aufpassen’. Uns war es immer wichtig möglichst jedes einzelne Kind mit seinen Eigenarten, Wünschen und Fähigkeiten anzunehmen, zu fordern und zu fördern; und oft genug konnten die Kleinen „einfach nur spielen“. Auch wenn in der heutigen Zeit den Kindern ständig etwas angeboten wird, sollte man das Spielen nicht unterschätzen, wie es die Erzieherin Marita Sannmann aus Ochsenwerder in einem Bericht bereits schon einmal schilderte. Die Kinder entwickeln Fantasien (was ist das denn?), sie lernen Farben und Formen und Sprechen, mit sich selbst und anderen; sie müssen sich auseinandersetzen mit Problemen, die für Erwachsene gar keine sind. 


‍Wir haben viele Ausflüge gemacht: ins Planetarium, in den Garten der Schmetterlinge, in die Schwarzen Berge, in den Wildpark Lüneburger Heide, in den Barfußpark, in die Boberger Dünen, auf den Wochenmarkt, an den Eichbaumsee und sehr oft mit S- und U-Bahn in die Hamburger Wallanlagen, denn dort gab und gibt es im Sommer ganz umsonst Kindertheater und den Familienzirkus Quaiser zu sehen; vom anschließendem Spielen auf den tollen Spielplätzen ganz zu schweigen. Wir besuchten das Theater für Kinder in Altona und zu Weihnachten gerne das Haus im Park in Bergedorf und wir erlebten Kinder, die völlig in diese Atmosphäre eintauchten oder aber erschreckten, weil sie das alles, was da auf der Bühne passierte nicht begreifen konnten. Und all diese Erlebnisse haben auch uns geprägt. Wir durften viele, viele Kinder ein Stück ihres Lebens begleiten und wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen, dass die Eltern in uns hatten. 


‍Wir bedanken uns bei allen, die uns mit Spenden welcher Art auch immer unterstützten. Ein herzliches Dankeschön den ehemaligen Kindern und Eltern, die uns mit ihrem Kommen überraschten – und obwohl wir an unserem letzten Tag mit ‚irgendwas’ gerechnet hatten, hat es uns doch ein wenig umgehauen!!! 


‍Ein herzliches Dankeschön auch Pastor Ostendorf, der uns beim Gottesdienst zum Gemeindefest Gottes Segen mit auf den Weg gab. Freundliche Worte über und für uns, eine an der Osterkerze entzündete Kerze,  sowie ein Abschiedsgeschenk (DVD – Der Tatortreiniger – hat das was zu bedeuten?) ließen bei uns dann doch die eine oder andere Träne fließen. 


‍Danke Euch Allen. Die RASSELBANDE-Tanten Gisela Koch, Monika Gladi(ator), Angelika Meyer.

‍Abschied von den Erzieherinnen der Rasselnde

‍Angelika Meyer, Monika Gladiator un d Gisela Koch - Fotos: Jürgen Torbeck

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