Ein Triptychon ist ein dreigeteiltes Bild. Oft ist das mittlere Bild größer und kann von den beiden Seitenteilen verdeckt werden. So ist das Bild transportabel. Ein Triptychon beinhaltet meist religiöse Themen. So sind viele bekannte Altäre entstanden.
Das „Rom Triptychon“ knüpft bewusst an diese Tradition an und führt sich gleichzeitig formal und inhaltlich weiter. Formal sind es drei gleich große Bildcollagen, die gleichwertig nebeneinander stehen. Inhaltlich wird die Kreuzigung Jesu aufgenommen. Die Menschwerdung und das Leid Jesu werden mit gegenwärtigen Alltagssituationen kontrastiert.
Der formalen Dreiteilung entspricht der theologische Bezug der „Trinität“.
Die „Dreieinigkeit“ von Gott dem Vater, Jesus dem Sohn sowie dem Heiligen Geist findet in je einer Collage ihren Ausdruck.
Konzentriert in der Mitte findet sich das dreifache Gesicht. Es blickt nach links auf den Gekreuzigten, nach rechts auf die Spuren, die Jesus hinterlassen hat und die gegenwärtig im „Heiligen Geist“ erlebbar sind.
Geradeaus blickt das Gesicht die Betrachterin – den Betrachter – direkt an und stellt den Bezug zum jeweils eigenen Erleben her.
Die so entstehenden Assoziationen gehören zur Konzeption dieses Triptychons. Es will nicht Antworten geben sondern vielmehr zu Fragen anregen:
Wie lebe ich? Was tut mir gut? Woran leide ich? Was ist mir wichtig? Und was ist mir heilig?