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Rückblick: Stadtwerkstatt Moorfleet - Auftakt

‍Stadtwerkstatt ‍Moorfleet ‍2.5.2019


‍Für ‍den ‍2. ‍Mai ‍2019 ‍wurde ‍zur ‍Auftaktveranstaltung ‍der ‍Stadtwerkstatt ‍Moorfleet ‍unter ‍folgendem ‍Titel ‍eingeladen:„Öffentliche ‍Informations- ‍und ‍Diskussionsveranstaltung ‍zur ‍Entwicklungsperspektive ‍des ‍Stadtteils ‍Moorfleet“. ‍Das ‍Interesse ‍an ‍einer ‍solchen ‍Stadtwerkstatt ‍war ‍seit ‍Jahren ‍groß. ‍Ebenso ‍sie ‍in ‍Moorfleet ‍selbst ‍durchzuführen. ‍Nach ‍einigem ‍hin ‍und ‍her ‍war ‍es ‍nun ‍soweit. ‍Die ‍St. ‍Nikolai ‍Kirche ‍Moorfleet ‍war ‍bis ‍auf ‍den ‍letzten ‍Platz ‍gefüllt. ‍Die ‍Stadt ‍Hamburg, ‍der ‍Bezirk ‍Bergedorf ‍und ‍auch ‍die ‍Bezirkspolitik ‍waren ‍reichlich ‍vertreten. ‍


‍Nach ‍einer ‍Einführung ‍durch ‍den ‍Moderator, ‍Herrn ‍Thomas ‍Wilken ‍(Kontor ‍21), ‍machte ‍sich ‍eine ‍erste ‍Ernüchterung ‍bemerkbar. ‍Denn ‍laut ‍Einladung ‍sollte ‍es ‍um ‍Moorfleet ‍gehen. ‍Nun ‍stellte ‍sich ‍aber ‍nach ‍und ‍nach ‍heraus, ‍dass ‍der ‍Betrachtungsraum ‍der ‍Stadtwerkstatt ‍viel ‍eingegrenzter ‍sein ‍sollte. ‍Es ‍sollte ‍das ‍nördliche ‍Moorfleet ‍sein. ‍Der ‍Moorfleeter ‍Deich, ‍die ‍Sandwisch, ‍der ‍Moorfleeter ‍Kirchenweg. ‍Dass ‍dabei ‍die ‍Moorfleeter ‍Wanne ‍nicht ‍außenvor ‍bleiben ‍könnte, ‍schien ‍klar. ‍


‍Weder ‍der ‍Holzhafen, ‍noch ‍der ‍Brennerhof, ‍noch ‍die ‍Billesiedlung ‍und ‍schon ‍gar ‍nicht ‍der ‍Moorfleeter ‍Deich ‍Richtung ‍Allermöhe ‍sollte ‍einbezogen ‍sein. ‍Herr ‍Czaplenski ‍vom ‍Bezirk ‍Bergedorf ‍trug ‍dann ‍in ‍der ‍Begrüßung ‍die ‍besondere ‍Lage ‍Moorfleets ‍vor: ‍Tor ‍zu ‍den ‍Vier- ‍und ‍Marschlanden, ‍nicht ‍Stadt ‍nicht ‍Land, ‍Nähe ‍zur ‍Innenstadt, ‍zwischen ‍Peute ‍und ‍Billbrook, ‍mit ‍A1 ‍und ‍A25 ‍dar. ‍Ein ‍Vertreter ‍der ‍Stadt ‍Hamburg ‍erläuterte ‍dann ‍die ‍Herausforderung ‍und ‍die ‍Strategie ‍der ‍Hamburger ‍Stadtentwicklung ‍und ‍vertiefte ‍die ‍vorgenannten ‍Aspekte ‍unter ‍der ‍Perspektive ‍des ‍Zuzugs ‍und ‍des ‍wachsenden ‍Wohnbedarfs. ‍In ‍diesem ‍Zusammenhang ‍wurde ‍auch ‍das ‍sogenannte ‍„Grüne ‍Netz“ ‍genannt, ‍das ‍Grünflächen ‍über ‍die ‍ganze ‍Stadt ‍gespannt ‍erhalten ‍solle. ‍Im ‍Anschluss ‍stellte ‍er ‍dann ‍das ‍Senatskonzept ‍„Stromaufwärts ‍an ‍Elbe ‍und ‍Bille“ ‍dar, ‍um ‍dann ‍endlich ‍auf ‍die ‍Entwicklungsperspektive ‍des ‍nördlichen ‍Moorfleet ‍einzugehen. ‍Diese ‍Stadtsicht ‍wurde ‍dann ‍von ‍Herrn ‍Czaplenski ‍durch ‍die ‍Bergedorfer ‍Sicht ‍ergänzt. ‍


‍Jetzt ‍wurde ‍die ‍Fokussierung ‍auf ‍die ‍Moorfleeter ‍Wanne ‍vollends ‍deutlich, ‍indem ‍die ‍eingangs ‍erwähnten ‍Stichworte ‍verdeutlicht ‍wurden. ‍Weitere ‍Vertreter ‍der ‍Planung ‍stellten ‍dann ‍die ‍gegenwärtige ‍Flächennutzung, ‍das ‍Orts- ‍und ‍Landschaftsbild ‍sowie ‍die ‍Bodenbeschaffenheit ‍(Kontamination), ‍die ‍Abstandsflächen ‍und ‍die ‍Lärmbelastung ‍dar. ‍Dabei ‍wurde ‍sich ‍auf ‍bereits ‍erstellte ‍Gutachten ‍bezogen, ‍die ‍ja ‍schon ‍einmal ‍vor ‍Jahren ‍durch ‍die ‍Bergedorfer ‍Zeitung ‍Veröffentlichung ‍fanden. ‍Diese ‍Gutachten ‍scheinen ‍eine ‍hohe ‍Belastung ‍des ‍nördlichen ‍Teils ‍Moorfleets ‍zu ‍belegen. ‍Insbesondere ‍der ‍Lärm ‍aus ‍dem ‍Industriegebiet ‍sei ‍viel ‍zu ‍stark. ‍Das ‍Fazit ‍aus ‍Sicht ‍der ‍Planung: ‍In ‍der ‍Wanne ‍sei ‍keine ‍Wohnbebauung ‍möglich. ‍Am ‍Moorfleeter ‍Deich, ‍der ‍Sandwisch ‍und ‍dem ‍Moorfleeter ‍Kirchenweg ‍gäbe ‍es ‍Potential ‍zur ‍ergänzenden ‍Wohnbebauung. ‍Viel ‍neues ‍war ‍das ‍nicht. ‍Zusammenfassend ‍kann ‍das ‍Ergebnis ‍vielleicht ‍so ‍beschrieben ‍werden: ‍Die ‍Moorfleeter ‍Wanne ‍solle ‍mit ‍einem ‍Gewerbegebiet ‍bebaut ‍werden, ‍welches ‍von ‍der ‍Andreas-Meyer-Straße ‍aus ‍angefahren ‍werden ‍solle. ‍Um ‍den ‍dadurch ‍entstehenden ‍Nachteil ‍auszugleichen, ‍wird ‍überlegt, ‍ob ‍es ‍flankierende ‍Wohnbebauung ‍und ‍andere ‍Infrastrukturmaßnahmen ‍geben ‍könne. ‍Daran ‍dürfe ‍die ‍Stadtwerkstatt ‍mitwirken. ‍Aus ‍dem ‍großen ‍Plenum ‍von ‍weit ‍über ‍200 ‍Personen ‍wurde ‍eine ‍kleine ‍Arbeitsgruppe ‍von ‍35 ‍Personen ‍gebildet, ‍die ‍nun ‍in ‍zwei ‍bis ‍drei ‍weiteren ‍Sitzungen ‍Vorschläge ‍aufgreifen, ‍einbringen ‍und ‍diskutieren ‍solle. ‍Das ‍Datum ‍der ‍nächsten ‍Sitzung ‍dieser ‍Kleingruppe ‍stand ‍zum ‍Redaktionsschluss ‍leider ‍noch ‍nicht ‍endgültig ‍fest. ‍Ein ‍Abschlussplenum ‍soll ‍im ‍Januar ‍2020 ‍zusammenkommen.


‍Michael ‍Ostendorf



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